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News & Comments

 

August 2017:
Beteiligungen und Mittel in FP7 und H2020 / Participations and means in FP7 and H2020
Available in English only as a) a simple PDF version or be) an extended Excel version with supplemental annexes. Orders unter  Standard Produkte / Standard Products

In Spring 2017 the EU published retroactively since 2007 the subsidies granted to each individual participant in the R+D projects of FP7, which allow comparisons with H2020. Switzerland has a total of 5.921 participations, thereof 4.510 in the now finished FP7. The participation is not as diversified as officially communicated. Just 11% of the about 900 different participants in Switzerland manage to receive 88% of the 2,95 billion EURO in subsidies. Among them are most universities, including the Universities of Applied
Science. Biggest recipients are ETHZ and EPFL with 482 and 454 mEURO each, followed by the Universities Zurich and Geneva with 212 and 177 mEURO, and CERN in Geneva with 157 mEURO. 41 out of the ca. 700 different Swiss companies got subsidies > 2 mEURO. Just two exclusively research-oriented companies (IBM Research and CSEM SA) and as such both special cases play a relevant role.

The graph shows the Swiss participations and means for the different organisation types. As already mentioned above most organisation types are dominated by just one or two main users.

August 2016:
Öffentliche und halbprivate F+E-Institute in der Schweiz (und grenznahen Ausland)
Bestellung der zwei Dokumente unter  Standard Produkte / Standard Products

Bereits zum 12. Mal wurde im August 2016 die Gesamtheit die Schweizer F+E-Institute unmittelbar über der einzelnen F+E-Gruppe erhoben:
1.895 Schweizer F+E-Institute wurden erfasst, dies sind 4% mehr als im Vorjahr. Die Entwicklung der erfassten Institute nach Gruppen seit 2007 zeigt sich wie folgt:

Die grenznahmen F+E-Institute im Ausland (bis ca. 50km ab Schweizer Grenze) umfassen 484 (2013: 496) Institute in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Liechtenstein.

- 39% (34% in 2011) aller Institute haben Aktivitäten im Bereich Life Sciences. ICT, Umwelt und Management liegen weit zurück mit jeweils Anteilen von 13-18%.
- Institute mit gleichen oder ähnlichen F+E-Kompetenzen sind in der Schweiz der Regelfall. Für 95% aller Schweizer F+E-Institute finden sich im Schnitt acht Doppelgänger, oft sogar bis zu deren 25.
- Erfolgreichere Institute sind kaum mehr regional tätig und suchen ihre Kooperationspartner auf nationaler oder gar auf internationaler Ebene,
- Nur 35% (42% in 2011) aller erfassten Institute haben F+E-Projekte direkt für oder mit KMUs.  
- Ein überwiegender Teil aller Institute finanziert sich weiterhin fast ausschliesslich über öffentliche Mittel und öffentliche F+E-Förderprogramme. F+E-Mittel aus der Wirtschaft sind stellen mittlerweile einen sehr geringen Finanzierungsanteil.

Januar 2016:
CTI/KTI-Beteiligungen (2005-2015), 8. Ausgabe


Die neue Zusammenstellung umfasst KTI-Daten seit 2005 bis Ende 2015, einschliesslich den 246 Projekten aus der flankierende KTI-Massnahme gegen die Frankenstärke von Ende 2011. 
 
Analysiert wurden 3.842 KTI/CTI-Projekte, die 8.604 Beteiligungen aus der Schweiz als auch aus Liechtenstein umfassen. Jedes Jahr bringt 1.050 - 1.400 neue Beteiligungen. Enthalten sind auch 693 Kleinstprojekte < CHF 25.000 (inkl. Innovationschecks à CHF 7.500.-), die aber separat erfasst sind, um Verfälschungen der Resultate durch diese Kleinstbeteiligungen zu vermeiden.
Die Zusammenstellung weist neben einer Zusammenfassung die Organisationen, deren Standort, Kanton sowie die Beteiligungen jeder einzelnen Organisation nach 5-Jahresblöcken aus. Die KTI selbst publiziert lediglich summarische Berichte nicht aber die einzelnen Beteiligungen. In der ARAMIS Datenbank wird nur der wissenschaftliche Hauptpartner ausgewiesen, seit Ende 2014 auch der Hauptanwendungspartner, die restlichen Partner müssen aufwendig ermittelt werden.
Die Liste umfasst 2.897 verschiedene Organisationen, davon ca. 2.300 private Firmen. Da auch bei KTI oft die immer gleichen Partner mitwirken, dürften über 90% der beteiligten Organisationen bekannt sein. Bei KTI werden bekanntlich nur die wissenschaftlichen Partner öffentlich finanziert, die Partner aus der Wirtschaft müssen Eigenleistungen erbringen.
KTI-Beteiligungen nach Projektbeginn siehe folgende Grafik:

März 2015: Nutzer von F+E-Förderprogrammen – Quervergleiche ca. 2005-2014

Erstmals wurde eine zusammenfassende EXCEL Beteiligungsliste über die fünf wirtschaftsnahmen Förderprogramme der KTI/CTI, EU, BFE/SFOE, BAFU/FOE – Umwelttechnologieförderung und EUREKA erstellt. Erstmals berücksichtigt wurden auch die Beteiligungen des Bundesamts für Energie, dies allerdings für den etwas  Zeitraum 2010-2014.

Die Liste enthält 15'803 Beteiligungen in F+E- sowie P+D-Projekten von 3‘682 verschiedenen Schweizer Organisationen, davon 2'914 Firmen und 414 NPOs.

Bemerkungen: Jedes Programm rühmt seine hohen Beteiligungszahlen und deren wirtschaftliche Relevanz. Effektiv ist die Zahl der unterschiedlichen Beteiligten aber gering. Bei den Firmen profitieren nur gerade ca. 1% aller Schweizer Firmen von Förderungen. Allerdings sind bestehende Nutzer aus der Wirtschaft oft mehrfach beteiligt, springen zusehends von Programm zu Programm und erhalten pro Beteiligung praktisch doppelt so hohe Beträge als noch vor 10 Jahren – gilt nicht für KTI, welches Förderbeiträge nur an die zumeist öffentlichen Forschungspartner ausrichtet. Größte Nutznießer aus der Wirtschaft sind die kleine Gruppe der technologische Spin-offs und Start-ups, die oft über viele Jahre oder gar Dekaden mit dem wissenschaftlichen Ursprungsinstitut zusammenarbeiten.

 

Februar 2015: Schweizer Beteiligungen im 7. F+E-Rahmenprogramm der EU (2007-2013)

Im 7. F+E-Rahmenprogramm der EU (7. RP) gab es abschliessend 4'225 Schweizer Beteiligungen, dies einschliesslich der internationalen Organisationen in der Schweiz (CERN, WHO, etc.). Für 331 Projektbeteiligungen liegt der Projektbeginn erst in den Jahren 2014/2015 mit Laufdater bis 2015. In der vergleichbaren Periode 2000-2006 (5. RP und 6. RP) gab es 3'600 Beteiligungen. Aufgeführt sind lediglich echte Beteiligungen, d.h. solche die auch in der EU-Projektdatenbank CORDIS als Partner geführt werden.
Die komplette und aktualisierte Referenzliste der Schweizer Beteiligungen 2003-2014 (Auszug Struktur aus vorletzter Erfassung 2014 siehe unten) inklusive kantonalen und regionalen Auswertungen kann bezogen werden unter  Standard Produkte / Standard Products.

Einige aktuelle Trends:

  • Die 44 erfolgreichsten Organisationen mit 10-562 Beteiligungen im 7. RP stellen 71% (Vorjahr 70%) aller Schweizer Beteiligungen. darunter finden sich gerade einmal 12 Firmen. Die teilweise staatlich unterstützte CSEM AG ist mit 95 Beteiligungen bei weitem der wichtigste industrielle Nutzer, gefolgt von IBM Research GmbH mit 67 Beteiligungen sowie zwei administrativen Koordinatoren ohne jegliche Nutzungsrechte an Resultaten mit  16 und 18 Beteiligungen.
  • Universitäten, ETH und F+E-Institute stellen 58% aller Beteiligungen. ETHZ mit 562 Beteiligungen und EPFL mit 495 Beteiligungen sind die wichtigsten Nutzer und stellen zusammen mit den fünf ETH Instituten allein 30.5% aller Schweizer Beteiligungen. Die verschiedenen Fachhochschulen konnten sich zwar etwas steigern und stellen 166 (3.9%) aller Schweizer Beteiligungen, davon allein von der kleinen SUPSI im Tessin 41 Beteiligungen.
  • Die Anzahl der Nutzer seit 2000 ist mit 1‘239 Organisationen, davon  ca. 900 Firmen, relativ gering, dies im Vergleich zur Gesamtzahl der ca. 350'000 Schweizer Unternehmen. Mehrfachbeteiligungen auch von Spin-offs sind die Regel.
  • Jungunternehmen mit Gründungsdatum nach 2000 stellen 43% aller Beteiligten (nicht der Beteiligungen) aus der Wirtschaft
  • Die Westschweiz stellt 38% aller Beteiligungen im 7. RP, dies im Vergleich zum Bevölkerung von 25%.

November 2014: Leitfaden 2015 - Überblick und Tipps zu den Förderprogrammen Forschung, Entwicklung Innovation, 12. Ausgabe

Wie jedes Jahr wurde der neue Leitfaden mit den öffentlichen nationalen und privaten Förderprogrammen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation aufdatiert und kann ab sofort bezogen werden. Bestellung unter Standard Produkte / Standard Products.

Wichtigste Veränderungen umfassen:
- Start von HORIZON 2020 (2014-2020) mit den neuen
  Beteiligungsbedingungen. HORIZON bringt allein den Schweizer
  Partnern Beteiligungsmöglichkeiten von 450-500 Mio. CHF/Jahr.
- Neue einheitliche Finanzierungsbedingungen für alle Partner
  (Universitäten, Unternehmen, NPOs, F+E-Institute) in HORIZON 2020.
- Zusätzliche Mittel für die Energieforschung bei KTI und SNF als auch für Pilot- und Demonstrationsanlagen beim BFE.
- In HORIZON 2020 und nach der Abstimmung zur Massenimmigartion vom Feb. 2014 konnte die Schweiz nur eine Teilassoziierung
in den rein wissenschaftlichen Bereichen bis 2016 erreichen, welche aber erst Ende Ende 2014 ratifiziert wurde. Für die restlichen 2/3 von HORIZON gilt seit dem 1. Jan. 2014 ein "Drittlandstatus" mit restriktiveren Teilnahmeregeln aber mit einer nun geregelten parallelen Finanzierung durch das SBFI.
- Diverse internationale Programme werden über HORIZON querfinanziert mit negativen Auswirkungen für Schweizer Partner.
- Das Bildungsprogramm ERASMIS+ wird nicht mehr geführt, da praktisch keine Beteiligungsmöglichkeiten mehr bestehen.

Kommentar: Die euphorische Stimmung zugunsten der internationalen Programme ist 2014 einem anhaltenden Kater gewichen. Firmen scheinen sich zurückzuziehen und überlassen die 500 Mio. CHF/Jahr - immerhin 3-4mal mehr als die KTI-Mittel - den etablierten und mit EU-Projekten vertrauten Schweizer Partnern. Dies ist zum Teil auch auf eine konfuse Informationspolitik des Bundes und der Kontaktstellen zurückzuführen, da man in den Medien fälschlicherweise den Ausschluss der Unternehmen und KMUs vermittelt hat. Da man sich in der Verwaltung und der Wissenschaft bereits auf eine weitere Abstimmung zum EU-Verhätnis eingeschossen hat, kommen die Missverständnisse nicht ungelegen.

Januar 2014:
Wichtigste Neuerungen in HORIZON 2020 (2014-2020)


HORIZON 2020 ist Nachfolger des 7. F+E-Rahmenprogramms der EU (2007-2013) und wurde am 12. Dez. 2013 mit den ersten ca. 150 individuellen Ausschreibungen lanciert. Eingabetermine für Eingaben ab Ende März 2014. HORIZON bringt verschiedene massgebliche Änderungen:
  • Alle Teilnehmer in EU-Projekten, unabhängig ob von einer Universität, öffentliches oder privates F+E-Institut, Firma, Verband oder NPO, werden gleich behandelt und gleich finanziert.
  • F+E wird neu zu 100% finanziert (bisher zu 50-70%). Demonstration zu 70% (bisher zu 30-50%). Der Overhead-Zuschlag, welcher die indirekten Projektkosten abdeckt, beträgt 25%.
  • Für KMUs gibt es neu Förderpauschalen à € 50'000.- sowie def. Anteile an den Programmbudgets. Zusatz Nov. 2014: Die Pauschalen sind allerdings für Drittlandpartner wie die Schweiz nicht mehr zugänglich
  • Wissenschaftliche Publikationen dürften nur noch in frei zugänglichen Portalen publiziert werden.
  • Das Gesamtbudget für HORIZON 2020 beträgt 79 Mia. €, wovon ca. 8 Mia. € als Co-Finanzierung für andere Programme (Public-Privat Partnerships PPP) und Art 185 Initiativen genutzt werden.
Kommentare: Die Gleichbehandlung der Projektteilnehmer war ein überfälliger Schritt, da Universitäten und F+E-Institute Forschungsresultate längst auch kommerziell verwerten und sich damit kaum mehr von Firmen unterscheiden. Universitäten dürften ihre bevorzugte Behandlung damit kaum verlieren, sind doch beinahe 40% der Mittel für die reine Grundlagenforschung reserviert.
Über HORIZON werden fünf weitere internationale Dachprogramme mit zahlreichen Teilprogrammen finanziert, für die z.T. ähnliche Bedingungen angewendet werden.

 

Januar 2014: Regionale Beteiligungsanalyse EU-Projekte 

Die Schweizer Beteiligungen in den EU-Rahmenprogrammen lassen sich nach Regionen und Kantonen aufschlüsseln und damit können (EU-Beteiligungs-)Produktivitäten nach Regionen abgeleitet werden. Als Vergleichsgrössen wurden die Bevölkerungszahlen gewählt.


Kommentare: Lediglich 5 der 26 Schweizer Kantone profitieren von EU-Beteiligungen, d.h. haben eine überproportionale Produktivität. Von den durchschnittlich 300 Mio. CHF, welche pro Jahr für EU-Beteiligungen ausgegeben werden, profitieren folglich nur wenige. Dazu gehören vor allem die bundeseigenen Betriebe und einige akademische Universitäten. Leider kann auch gezeigt werden, dass diese Organisationen kaum zusätzliche Beteiligungen aus der Wirtschaft generieren. Ausnahme sind die wissenschaftlichen Spin-offs im Umfeld der Universitäten.

Dezember 2013:
Beteiligungen am Programm Umwelttechnologieförderung (UTF)


Analog zu den internationalen F+E-Programmen der EU sowie EUREKA und der nationalen KTI wurden erstmals Beteiligungen auch die Beteiligungen am Programm UTF des Bundesamtes für Umwelt BAFU zusammengestellt. Im Gegensatz zu den internationalen Programmen sind die Beteiligungen bei den Schweizer F+E-Programmen nicht offen verfügbar sondern müssen über verschieden Quellen zusammengesucht werden. Die Beteiligungsliste ist ähnlich dargestellt wie bei der EU-Liste (siehe News Januar 2014).
UTF ist ein Pilot- und Demonstrationsprogramm, welches im Prinzip die Rückzahlung der Mittel verlangt. Verfügbar sind ca. 3.3 Mio. CHF pro Jahr, seit 1998 würden 248 Projekte mit ca. 560 Projektpartnern gefördert. Parallel dazu wurden 179 (nicht publizierte) Projekte, die als flankierende Massnahmen bezeichnet sind, über die Programmmittel unterstützt.
Die Zahl der verschiedenen Nutzer beläuft sich auf 280 Organisationen, davon 206 Firmen. Die wichtigsten Nutzer sind nicht etwa einzelne Firmen sondern zwei Fachhochschulen und die ETH. Über 60% der öffentlichen Mittel fliessen wieder zurück in die Beteiligten aus dem öffentlichen Bereich, welche damit auch die Hauptnutzniesser des P+D Programms sind.
Die ursprüngliche Idee einen Teil der Programmmittel über den Rückfluss zu finanzieren, hat sich als unrealistisch herausgestellt. Der Rückfluss ist und bleibt trotz Verbesserungen mit 3.8% der Fördermittel marginal, was nicht unbedingt für das UTF Programm spricht. Nur 2 der 248 Projekte haben die Mittel zurückbezahlt, teilweise auch weil die Technologie ins Ausland verkauft wurde.
Bestellung unter Standard Produkte / Standard Products.

Februar 2013:
Massiver Abbau von F+E-Instituten in Italien

Die jährliche Erfassung der grenznahen ausländischen F+E-Institute (bis ca. 50 km) weisen aktuell 496 Einheiten in LI, AT, DE, FR und IT auf. In der Schweiz waren es im April 2013 zum Vergleich 1'793 F+E-Institute.
Deutschland stellt allein rund 50% der grenznahen F+E-Institute, wobei tendenziell ein weiterer Aufbau der Mitarbeiterzahlen bei praktisch gleicher Zahl der Institute zu beobachten ist.
Frankreich weist 79 Institute auf. Speziell in Frankreich ist, dass sich viele Institute (Labs) oft aus F+E-Gruppen aus verschiedenen Universitäten zusammensetzen.
Dramatisch sind die Entwicklungen in Italien, dies selbstverständlich nicht nur im grenznahen Raum. Die drei erfassten grossen Mailänder Universitäten mit ursprünglich 94 F+E-Departements sind über Fusionen auf 57 Departements reduziert worden (-37%) um Kosten zu sparen. Da die Studentenzahlen aktuell weiter hoch sind, dürften hauptsächlich F+E-Mitarbeiter sowie administratives Personal betroffen sein.

Gleiche Abbauentwicklungen laufen auch in allen anderen südlichen EU-Mitgliedsstaaten.